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Gesundheit

Projekt Waisenhaus

Dolam Children’s Home

Kinder in Katutura haben kaum eine Chance, unbeschadet groß zu werden. Alkohol, sexueller Missbrauch und alle anderen Formen von Gewalt gehören in diesem Gebiet zum Alltag. Es geht also nicht nur darum, die Kinder gut zu versorgen, sie müssen stark gemacht werden gegen diese Bedrohungen. Und das geschieht im Dolam Children’s Home. Hier spielen nicht nur eine gesunde Ernährung und Bildung eine Rolle, es geht auch um soziale Verantwortung und den Erhalt des kulturellen Erbes, wunderbar präsentiert in den Tänzen der Kinder, die uns vorgeführt wurden.

Rosa Namesis, eine der vielen aktiven, faszinierenden Frauen, die uns in den Problemgebieten Windhuks begegnet sind, berichtete über ihr Heim: Entstanden ist diese Einrichtung wie so vieles durch eine Aneinanderreihung von Zufällen. Rosas älteste Tochter fand ein Mädchen, das sich in einem Autowrack eingerichtet hatte und dort alleine lebte. Auf Drängen der Tochter war dieses Mädchen das erste Kind, das in der Familie aufgenommen wurde. Wenn sich so etwas herumspricht, kommen bald die nächsten Anfragen.

Aids hat seit den 80er-Jahren die Generation der Eltern getroffen. Medikamente gegen diese todbringende Erkrankung gibt es erst seit wenigen Jahren annähernd flächendeckend. Sie werden aber nicht vertragen, wenn es nicht genügend zu Essen gibt. Armut, Aids und der Tod gehören in Katutura zusammen. Und so sterben immer noch viele Menschen an dieser Krankheit. Zurück bleiben Kinder, die nicht mehr von der Verwandtschaft aufgenommen werden können.

Inzwischen braucht es ein neues Zuhause für die Kinder, die schon jetzt bei Rosa leben. Ihr Haus ist zu klein geworden und es stehen noch viele Kinder vor der Tür. Das Grundstück ist vorhanden und bereits eingezäunt, die Pläne sind von der Regionalverwaltung genehmigt. Es soll eine große Einrichtung werden, in der auch die Kinder aus der Nachbarschaft, die noch zu Hause leben, mit einbezogen werden können, dort mitbetreut werden, spielen und ihre Kindheit leben können. Jetzt könnte der Bau beginnen. Aber auch in Katutura müssen die Handwerker bezahlt und die Baustoffe gekauft werden. Zusammen mit Pallium e. V. aus Gießen versuchen wir, Gelder zu bekommen, damit dieses große Projekt realisiert werden kann.

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